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2010/04/06

Wildtulpen: Eine Alternative zu den Zuchtformen?

Tulpen üben ja seit Jahrhunderten eine Faszination auf die Menschen aus. Auch ich bin davon betroffen. Unabhängig von meiner Freude an den hochgezüchteten Tulpen sind jahrelangen Versuche, schöne Tulpen im Garten zu haben und auch zu vermehren leider immer mißlungen. Im ersten Jahr kommen die Tulpen noch meistens wunderbar, doch in den Folgejahren werden es immer weniger und die Blütenpracht nimmt noch schneller ab. Alle Versuche mit dem Standort (heller, dunkler, mehr Dünger, weniger Dünger, keine Konkurrenz durch andere Pflanzen, etc.) haben nichts geholfen.

Die Lösung für mich war das Pflanzen von Wildtulpen.


Wildtulpen sind Tulpen, die in ihrem Ursprungsland wild in genau der Form wachsen, wie ich sie hier kaufen kann. Auch in Europa gibt es ein paar Arten (z.B. Tulipa sylvestris). Gesagt getan, ich kaufte mir in den vergangen Jahren verschiedene Species, in gelb, weiß, rot, orange und was sonst das Sortiment noch für Mischfarben hergab.

Die Fotos zeigen meine letzte Errungenschaft: Eine wunderbar tiefrote bis pinke Tulpenart. Ich hatte sie mangels Platz rund um eine Hainbuche und um einen Flieder gepflanzt. Zu meiner Freude sind sie schon im 2. Jahr weiterhin so prachtvoll wie im 1. Jahr. Die Farben leuchten herrlich.

Mein Ansinnen war auch, dass sich die Tulpen vermehren. Bei einer Gartenbesichtigung sah ich einmal eine Ausläufer bildende Art, die den ganzen Garten durchwuchert hat. Ich war einfach begeistert. Damals habe ich auch Zwiebeln als Ableger erhalten. Leider ist jedoch keine dieser Tulpen im nächsten Jahr zu sehen gewesen. Ich war sehr enttäuscht.

Auch meine anderen Versuche waren insgesamt sehr kläglich. Es gab keine Ausläufer, keine ausgesäten Tulpen und keine sonstigen Vermehrungsformen. Es ist gar nicht so einfach. Vielleicht ist auch mein Gartenboden nicht so geeignet?

Ein sehr lästiger Nachteil sind auf jeden Fall meine Wühlmäuse. Sie mögen Tulpen mindestens genauso gern wie ich. Es wird mir wohl auch zukünftig nichts übrig bleiben, als Tulpen wie Wildtulpen jährlich neu zu kaufen, damit ich wenigstens ein paar Tulpenblüten habe.

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