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2011/02/10

Meine Erfahrungen mit dem Schreddern - die eines Anfängers

Bioabfall schreddern ist ja etwas Feines. Riesige Berge von Gestrüpp werden zu einem kleinen Haufen mit Bioabfall, den man gut gebrauchen kann. In meinem Fall hatte ich mir vorgenommen, dass meine Einfahrt wieder einmal eine neue Abdeckung braucht, damit das Unkraut nicht wächst. Im letzten Jahr hatte ich zu viel Hacken müssen, das soll dieses Jahr anders sein. Natürlich geht das Schreddergut so wie Rindenmuld auch wunderbar für Wege im Garten. Den Schredder / Häcksler habe ich mir für meinen Test vom Nachbarn ausgeliehen; ein furchtbar grünes Exemplar. Aber die Farbe ist ja egal, auf die Funktion kommt es an.

Hinten auf dem Foto sieht man meinen Berg. Vorwiegend aus Weide, aber auch alle anderen Arten von Sträuchern, die im Garten so wachsen und natürlich auch Äste von Obstbäumen. Außerdem wollte ich abgestorbene oberirdische Teile von Stauden klein häckseln. Alles hatte ich in den vergangenen Wochen hübsch abgeschnitten und jeweils getrennt zwischen Kompost, schredderbar und besser für die grüne Tonne geeignet.

Da ich beim Schreddern schon mal mitgeholfen habe war es mir wichtig zu verhindern, dass sich das Ding - der Schredder / Häcksler - verstopft. Bei diesem Exemplar von Schredder ist die Schraube zum Öffnen und reinigen des Gerätes ein Ärgernis. Man schraubt an dem dreieckigen Knopf einige Minuten, bis man das Oberteil wegklappen und reinigen kann. Dabei wird das Handgelenk ganz lahm außerdem ist der Drehknopf so nah am Gerät, dass man durch das Gehäuse des Schredders behindet wird. Sollte sich jemand so einen Häcksler zulegen wollen, so ist es sinnvoll auf leichtes Öffnen zu achten.

Beim Häckseln gelang es mir tatsächlich, den Schredder nur an die 12-15 x öffnen zu müssen. Damit war ich ganz zufrieden. Man muss ganz genau beobachten, was man hineinschiebt. Nicht zu dick, nicht zu vieles, immer schön in der richtigen Dosierung. Dann geht es gut.


So sah ein zwischenzeitliches Ergebnis aus. Viel Kleines, so wie man es sich gewünscht hat, aber auch einiges Großes kommt heraus. Über das Große habe ich mich gewundert und, siehe da, auch die Materialart ist sehr bedeutsam. Gesträuch mit elastischer Rinde lässt sich nur schwer schreddern. Es gibt lange Rindenstücke, die ganz schnell den Schredder verstopfen, wenn man nicht aufpasst. Man muss dann immer die Rindenstücke unten heraussiehen, sonst muss man wieder unnötigerweise den ganzen Kasten aufschrauben und ärgert sich über die Mühe. Ich habe versucht immer zwischen den Materialien zu wechseln. Ein paar Zweige Weide, dann wieder härteres und sprödes Material.

Das hier sind die langen übrig gebliebenen Fasern - zumeist aus Rinde von Weide.

Auch die abgeschnittenen Stauden hatten so ihre Tücken. Zu weich und biegsam darf es nicht sein. Auch das führt zu Verstopfung. Mit der Zeit wurde es aber immer besser und war nach 2 Stunden froh, diesen riesigen Berg beseitigt zu haben. Meine Einfahrt ist mit einem schönen Belag ausgestattet und Unkraut hat dank des Häckselguts diese Jahr keine Chance. Rindenmulch zu kaufen, kann ich mir dieses Jahr für die Einfahrt sparen.

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Kommentare:

  1. Schreddern ist eine Kunst. Es fängt mit der Auswahl des Gerätes an. Ich hatte zuerst einen lauten Messerhäcksler, der alles in kleine Stücke schnitt. Aber leider nur harte Teile. Weiche Teile klebten und das Gerät musste geöffnet und sogar die Messer ausgebaut werden. Eine Schweinearbeit. Das Gerät habe ich durch einen Leisehäcksler ersetzt. Da werden alle Teile durch zwei Walzen gedrückt, aber nicht kleingeschnitten. Das ist für den Kompost zwar gut, aber nicht für Bodenbeläge. Wenn er mal verstopft, kann man ihn zurück laufen lassen. Das macht ihn meistens wieder frei. VG Manfred

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  2. ...wenn man mit dem Messerhächsler "Verstopfungsprobleme" bekommt, liegt es sehr oft daran, dass der bem Hächseln stetig anwachsende Haufen Hächselgut das Ausblasen mehr und mehr verhindert bis dann gar nix mehr geht. Man muß da diesbezüglich wirklich sehr wachsam sein. Am besten man arbeitet nicht allein und einer kümmert sich drum. Nicht allein zu arbeiten ist aus Unfall- Gesichtspunkten sowieso zu empfehlen.

    Gruß vom Sch...- Nachbarn!

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