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2013/08/30

Ein alternativer Gartenweg aus Natursteinen und Beton selbst gebaut / Bauanleitung

Jahrelange Erfahrung in meinem Garten mit den unterschiedlichsten Gartenwegen lässt mich inzwischen meine Wege mit Natursteinen und Beton bauen. Diese Materialien sind einfach am besten, weil das Endprodukt schön aussieht und pflegeleicht ist. Pflegeleicht ist immer mehr ein Kriterium, dass ich für wichtig halte, denn mein Garten soll ja Spass machen und nicht nur aus Arbeit bestehen.

So sieht der Kalknatursteinweg im Bau aus.Ich habe ihn bewussnicht zu breit angelegt, weil ich zu viel Stein im Garten nicht schön finde. Ich habe extra Erda aufgefüllt und an anderer Stelle tiefe Löcher gegraben, damit der Weg nicht waagerecht entsteht, sondern es auch ein hoch und herunter bei der Wegführung gibt. So kann man dann später durch den Garten schlendern.

Immer schön geschwungen soll er sein, damit es in meinen Augen natürlich und harmonischer aussieht. 

Zur Bauanleitung: Es geht eigentlich ganz einfach. Man benötigt einen Betonmischer. Aber keine Sorge, der ist ganz einfach zu bedienen. So ein Natursteinweg mit der Grundlage Beton verschlingt doch ganz schön viel Zement. Zement ist aber nicht teuer und von daher sind es nicht die Kosten, die entscheidend sind. 
Natursteine / Kalksteine sammle ich im Elm am Wegrand und auf Äckern. Der Elm ist ein ca. 20 km entfernter Höhenzug. Es gehen natürlich alle möglichen Steine für so einen Weg. Die Steine werden einfach in den nassen Beton gedrückt. Immer darauf achten, dass sie flach liegen und man nicht stolpern kann. Im Notfall mit einer Flex den Kalksteinweg glätten.
Der Beton sollte ziemlich fest für die Verarbeitung sein, damit das Material auch dort bleibt wo man es hinlegt und damit die Steine nicht darin versinken. Man merkt sehr schnell, wenn der Beton zu dünnflüssig ist. Dann geht es eben nicht. Dünnflüssig muss das Material nur sein, wenn man die Fugen füllt.

Die Steine sollten zusammen passen und die Ritzen dazwischen nicht zu groß sein, damit es schön wirkt und nicht zu viel vom Beton zu sehen ist. 
Die Betonschicht für den Natursteinweg ist etwas dicker als die Steine dick sind.

Hier sieht man rechts eine Wegbereich, der schon verfugt ist. Er ist wetterfest und winterfest. Wichtig ist es, bei der Betonherstellung einen Zusatzstoff hinzuzugeben, der den Beton wasserundurchlässig macht. Dann ist er im Winter nicht angreifbar und es platzt auch nichts durch Frostsprengung ab. Links sieht man eine Bereich, wo die Steine in den Beton gelegt sind, aber der Steinweg ist noch nicht verfugt.

Hier sieht man das Ende des Weges. Da habe ich bei schlechten Bedingungen noch schnell den letzten Beton verbraucht. Es liegt schon so ein paar Wochen und das stört überhaupt nicht. Man sollte nicht gleich immer alles schaffen wollen und sich viel Zeit dafür nehmen. Immer wieder ein kleines Stück anfügen. Die Ritzen zwischen den Steinen werden mit flüssigerem Beton ausgefüllt. Es empfiehlt sich ein zweiter Arbeitsschritt einen oder mehrere Tage später. Bitte immer die Steinoberfläche mit Bürste -es empfiehlt sich eine Spülbürste - reinigen, damit man auch die natürliche Oberfläche der Steine sieht.
 Möglich ist es eine Rinne im Rasen oder im Erdreich auszuheben und da hinein den Weg anzulegen (siehe letztes Bild). Das ist gut, wenn das Gelände fertig angelegt ist. So hat man auch gleich eine Form, in die man den Weg gießen kann. Ich fand es jetzt aber sehr bequem, den Weg einfach oben auf das Gelände auzusetzen und später links und rechts mit Erde anzufüllen (siehe Bild 1-3). In solchem Fall muss das Baumaterial für den Gartenweg fester sein. So, dass ist das Wichtigste als Bauanleitung.

Genauso wie ich gerade Wege nicht besonders mag, liegen mir auch nicht ebene Gärten. Warum nich hoch und herunter mit dem Weg, genauso wie schlängelnd.


Hier nun ein Stück fertiger Naturkalksteinweg. Dieser Wegbereich hat schon ein Winterhalbjahr hinter sich und er hat alles bestens überstanden. Einzig 1x ist ein Riss quer durch den Weg entstanden. Das ist extrem wenig, ich hatte mit mehr gerechnet. Wer das verhinder will sollte ab und zu eine Styroportrennung einfügen, damit sich das Material im Winter ausdehnen kann und keine Risse entstehen. Ich habe es nicht gemacht, weil ich lieber einen Riss haben als solche nicht schönen Styroportrennungen.
 Ich selbst habe für den Weg ein paar Jahre eingeplant. Es gibt doch immer wieder Wichtigeres und ich baue nur daran, wenn ich auch wirklich Lust dazu habe. Garten soll ja Freizeit und Genuss sein. Dann dauert es eben ein bisschen länger.

Ein Link zu der Seite http://www.garten-anders.com würde sehr helfen, das Tagebuch bekannter zu machen. Vielleicht erwähnen Sie uns irgendwo mal. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, im voraus vielen Dank.

Kommentare:

  1. Das gefällt mir sehr gut!!!!! Nur eben diese Kalksteine gibt es bei uns nicht. Aber Feldsteine die gibt es genug. Mir gefällt auch ganz besonders, das du schreibst: warum muss immer alles gleich fertig sein.
    Gerade so ein Weg der lebendig sein soll, so wie Deiner, will sich entwickeln. So sehe ich das. Gerade Wege, das ist sowieso furchtbar. Lediglich mit hoch und tief kann ich mich nicht so recht anfreunden, denn ich denke an die Zeit, wenn ich mit dem Rolllator durch die Gegend flitzen muss (eventuell). Also kleine Unebenheiten schon.
    Vielen Dank für die genaue Beschreibung!
    LG lykka

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  2. Super! Diese Art an Wegen gefällt mir. Auch das du alles so locker schlängelnd und mit kleinen Hügeln gestaltest, finde ich wunderbar.

    Ein toller Beitrag!

    LG
    Annika

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