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2014/07/31

Feuerbohnen zur Fassadenbegrünung

Eine ungewöhnliche Fassadenbegrünung sind Feuerbohnen. Sie wachsen sehr schnell und werden bis zu 3 m hoch. Feuerbohnen oder allgemein Stangenbohnen sind eine ungewöhnliche Alternative und benötigen nicht viel Aufwand. Die Bohnensamen können auch in Kübel gelegt werden und so direkt neben dem Hauseingang platziert werden oder je nach belieben z.B. auch auf dem Balkon.
Feuerbohnen; Foto Ende Juli; Gesamthöhe bis 3 m möglich
 Es ist sehr angenehm täglich aus der Tür auf das frische Grün zu blicken. Wenn man mal Bohnen für die Suppe braucht kann man bequem im Stehen ernten.
Bohnen sehen nicht nur hübsch aus, man kann sie auch noch essen
 Bohnen sind leider nicht winterhart. Man muss deshalb jedes Jahr wieder ein paar ausgereifte Bohnen ernten und im Mai neu aussäen.
Immer ein Problem: Schnecken. Diese waren wieder einmal ein großes Hindernis und nur mit Schneckenkorn wegen der feuchten Witterung zu bekämpfen.
 Für die Aussaat der Bohnen habe ich ein paar Steine aus dem Pflaster genommen. Bei meinem Natursteinbelag war das kein Problem. Wenn man zur Miete wohnt ist das sicher nicht ganz so einfach. Dann empfiehlt es sich einen großen Kübel zu verwenden.
Am Fuße: Ananaspflanze: Einfach durch Aussaat zu vermehren

Eine Stütze für die Bohnen ist erforderlich. Hier ist es eine Weinranke  und die Bohnenzweige aus dem letzten Jahr


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2014/06/30

Ideen für einen alternativen Holzzaun / Holzstapelzaun

Ein Holzzaun als Grundstücksabgrenzung kann auch ganz anders aussehen und trotzdem wunderschön sein.

Grundstücksgrenze, Terassenabgrenzung oder Gartenunterteilung Holz aus dem Garten muss man nicht unbedingt entsorgen oder  im Kamin verbrennen. Man kann es auch einfach als Abgrenzung des Grundstücks zu den Nachbarn nutzen oder z.B. als Trennung von Nutzgarten und Gemüsegarten oder um der Terrasse einen Windschutz zu geben (bei ausreichender Höhe).

Alternativer Holzzaun: Holzstämme werden einfach gestapelt. Einfacher geht es nicht

Bäume nicht entsorgen sondern Reste nutzen Es gab Zeiten, da hatte man an der Grundstücksgrenze eine schöne Tannenhecke. Die wird natürlich schon nach wenigen Jahren zu groß. Manche entscheiden sich früher oder später diese nun doch zu entfernen. Wer möchte schon 15 m hohe Bäume zu den Nachbarn, die oben dicht und unten kahl sind. Jeder kennt direkte oder indirekte Beschwerden der Nachbarn. Die Funktion der Abgrenzung bei hohen Bäumen wird häufig auch nicht mehr erfüllt, da die Bäume unten kahl werden. Hier in der Mitte des Bildes sieht man so einen alten Baum-Titanen, der nun in kleinen Teilen mit seinen Nachbarkollegen den neuen Holzzaun bildet. Abfall im Garten muss man nicht entsorgen, man kann alles nutzen.

Hier wurde eine alte Tannenhecke in eine alternative Grundstückszaun verwandelt. Durch die unterschiedlich hohen Reststämme bekommt der Zaun Charakter und wirkt nicht so eintönig bei großer Länge 
Pflegeleicht Einmal gestapelt und man muss fast nicht mehr machen. Kein Streichen ist mehr erforderlich. Aufpassen muss man ein wenig, weil an der Basis des gestapelten Holzes doch schön das Unkraut wachsen kann. Man kommt mit der Hacke nicht in alle Ecken. Ab und zu mal mit der Hand das Kraut ausreißen oder ein Abflammen sind dann sinnvoll.

Umwandlung einer Tannenhecke in einen Holzstapelzaun Hier sieht man noch die vielen kleinen Einzelbäume der alten Tannenhecke. Unterschiedlich lang abgesägt bilden Sie einen hübschen Blickfang. Nichts muss gleich vollständig und um deutschen Sinne ordentlich sein. Atmosphäre entsteht durch Vielfalt.

Efeu kann, wenn er in die Jahre gekommen ist, auch deutlich über die ursprüngliche Höhe wachsen und so den Blickschutz perfekt machen. Außerdem sieht eine grüne Efeuhecke perfekt aus und erfordert nur wenig Pflege durch Schnitt
Efeu gibt Eleganz Wunderschön wird der Holzstapelzaum, wenn man ihn mit Efeu bewachsen lässt. Die Eleganz stellt sich mehr ein, wenn davor der Rasen immer gut gemäht ist. Hier ist es mehr eine Wiese. Efeu lässt sich im übrigen leicht vermehren. Sie können einfach Ranken abschneiden und dann in die Erde stecken. Er wächst besser, wenn ca. 50 % der Ranken in die Erde tief eingegraben werden. Denken sie bitte in den ersten Wochen daran, regelmäßig zu wässern, bis die Ranken ausreichend Wurzeln gebildet haben.

Hier ist alles mit Efeu bewachsen. Holzstämme sehen nur noch ein wenig heraus
Bauen in kleinen Teilstücken Holz fällt über die Jahre immer wieder an. Wenn Sie Bäume im Garten haben wachsen diese beständig. Immer wieder gibt es Äste und Bäume, die entfernt oder gekürzt werden müssen. Wer sagt denn, dass man so einen schönen Holzzaum aus Baumstämmen und Ästen sofort gleich fertig stapeln muss? Sammeln sie doch einfach. Man kann in einer Ecke beginnen - oder auch in der Mitte - und dann mit der Zeit weiter bauen. 
Tipp: Holz bein Förster kaufen Es ist auch möglich beim Förster Holzstapel zu erwerben. Hier in der Region kosten 1m lange Stücke als Raummeter  30,- Euro (1mx1mx1m). Einfach mal ein wenig telefonieren, wo man bei ihnen in der Nähe Holz direkt aus dem Wald kaufen kann.
Bauanleitung Das schöne an diesem gestapelten Zaun ist, das jeder es kann. Hier sind die Holzeinzelteile ca. 50 cm lang. Wenn man hoch stapeln will (z.B. bis 1,80 m), dann empfiehlt sich schon 50 cm Länge auszuwählen. Soll der Zaun niedrig bleiben sind auch 30 cm ausreichend. 



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2014/05/31

Spritzmittel gegen Schildläuse selbst herstellen: Biologisch, preiswert, ungiftig, extrem wirksam

Wenn man erst einmal Schildläuse eingeschleppt hat, ist es sehr schwierig sie wieder los zu werden. Ein effektives, günstiges, ungiftiges Spritzmittel immer zur Hand zu haben ist da wichtig. Wenn es dann auch noch fast nichts kostet, ist es um so besser.

Wirklich wirksam ist Parafinöl. Parafinöl bekommt man in jeder Apotheke, da es zur Herstellung von Medikamenten eine Grundbaustein ist. Die Bezeichnung in der Apotheke ist "Parafinöl dickflüssig".

Preis. Parfinöl kostet zwischen 2 und 3 Euro. Wenn Sie danach fragen wird es extra abgefüllt. Das ändert nichts am Preis. Eine Flasche mit 100 ml reicht so für ca. 3 Liter Spritzmittel. Wenn man ein biologisches Spritzmittel fertig kauft, kosten 500 ml gebrauchsfertiges Gemisch ca. 10 Euro. Der Inhalt ist auch nicht anders als das, was man selbst herstellt.

Abfüllung in eine Sprühflasche
Das ungiftige Spritzmittel gegen Schildläuse kann einfach in einer alten Sprühflasche abgefüllt werden.

Herstellung des Spritzmittels. Etwas Aufwand muss man betreiben. Die Herstellung des Mittels gegen die Schildläuse ist aber ganz einfach. Das Parafinöl muss mit Wasser gemischt werden. Das ideale von mir ausprobierte Mischungsverhältnis ist 1000 +30  bzw. die Prozentigkeit ist 3%.

Beispiel:
1 l Wasser + 30 ml Prafinöl dazugeben
oder
0,5 l Wasser und 15 ml Parafinöl

Parafinöl mischt sich mit Wasser nur schwer. Das Öl ist leichter als Wasser und setzt sich oben ab.Vor dem Benutzen muss die Mischung immer geschüttelt werden. Es bildet sich dann eine Emulsion. Kleine Tröpfchen sind fein verteilt, die dann auf die Pflanzen gesprüht werden.

Trick. Einfach zwei Spritzer Spülmittel dazugeben. Das Parafinöl ist dann viel besser in der verteilt und es muss nur noch kurz vor dem Benutzen geschüttelt werden.

Funktionsweise. Das Öl verklebt den Schildläusen (und natürlich auch normalen Läusen und Schädlingen) die den gesamten Körper und insbesondere auch die Atmungsorgane. Die Tiere ersticken. Schildläuse sind da besonders abgesichert durch den Panzer, der die Jungtiere unter dem Panzer schützt.

Unbedingt beachten. Wenn man Pflanzen im Haus behandelt müssen die Pflanzen nach 2 Tagen unter der Dusche mit warmen Wasser gründlich abgespült werden. In de Dusche geht das sehr gut. Es wird dann der Hauptteil des Öls abgewaschen. Das ist unbedingt erforderlich, weil das Öl auch die Poren der Pflanzen verklebt. Die Pflanzen müssen wieder atmen können. Machen sie das nicht schon nach einem Tag. Für Schildläuse reicht ein Tag nicht aus. Warten Sie nicht viel länger als 2 Tage, weil dann die Pflanzen zu sehr geschädigt werden.

Vorgang wiederholen. Es lohnt sich den Vorgang nach 4-8 Wochen zu wiederholen. Bei den Schildläusen gibt es Dauerstadien, die sich in einer Ruhephase befinden und die nach längerer Zeit wieder die Pflanzen aktiv befallen können.



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2014/04/30

Märzenbechersaat ist aufgegangen / Eine gute effektive Vermehrungsmethode


Märzenbecher lassen sich selbst vermehren.

Gerd hat dazu Erfahrungen gemacht und es ist doch eine neue und effektive Methode, die man durchaus nachmachen könnte. So werden auf jeden Fall die Samen zum optimalen Zeitpunkt geerntet und die Ausbeute an Keimlingen ist groß.

von Gerd:

Moin Märzenbecher-Fans,

im Juni 2012 teilte ich Euch mit, dass ich Saat ausgesät hatte. In der Zwischenzeit stand die Pflanzschale still vor sich hin. Sie war im vergangenen Winter total vom Schnee verschüttet und auch während der Trockenphase habe ich nie gewässert. Und da sich nichts tat, wollte ich die Schale nun leeren, denn inzwischen begann darin Gras zu wuchern.

Gras? Nein, bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass die Saat aufgegangen ist. Wer genau hinsieht, kann auf den Fotos einige kleine Samenkörper an einzelnen Halmen sehen. Einige Samenkörner haben offensichtlich nicht gekeimt.

Ich habe die Schale jetzt an einen sonnigen Ort umgesetzt und werde in den nächsten Tagen mal ´ne kleine Dusche mit etwas Flüssigdünger drüber geben.

Und was hat sich bei Euch getan?
Gruß Gerd


Und so sieht es bei Gerd aus: Märzenbecher in der Schale

Märzenbecher sehen aus wie Gras. Kein Wunder, dass der Ungeübte dieses ´Gras´ bei der  Frühjahrsbearbeitung der Beete leicht entfernt. Um Gras von eventuellen Märzenbechern zu unterscheiden: Gras ist platt und flächig. Märzenbecherkeimlinge sind rund! Einfach mal Gras bewusst in die Hand nehmen und dann Keimlinge von lilienblütigen Pflanzen. Die sind im Querschnitte zumeist rund  wie ein Kreis oder oval und fleischig.

Draht hilft die Saat vor pikenden Vögeln zu Schützen. Im jungen Zustand sind die Pflanzen sehr empfindlich gegen mechanische Verletzungen. Jegliche Blätter absuchen. Man stelle sich vor ein paar Blätter vom Ahorn liegen darauf. Dann hat man nie erfolg in der Aussaat, natürlich auch nicht in freier Natur im Blumenbeet.



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2014/03/31

Blumenzwiebeln werden einfach weggefressen


Letztes Jahr hatte ich noch einen riesen Horst mit Krokussen. Dieses Jahr warte ich vergebens. Ich war mir doch ganz genau bewusst, dass die Krokusse hier neben dem Baumstamm standen! Ich hatte sogar darüber nachgedacht, die Zwiebeln herauszunehmen und zu vereinzeln. Und wie schön sie waren.  Und dieses Jahr nicht eine einzige Blüte, nicht ein einziger grüner Halm.

Gründe für das Verschwinden Grund kann einerseits sein, dass die Zwiebeln erfroren sind, aber der Winter war doch mild. Nein. Die Zwiebeln sind von irgendeinem, der meinen Blumen nichts Gutes will, einfach weggefressen worden. Schmecken Sie denn so gut? Selbst das, was giftig ist, wird von einigen wenigen Spezialisten gemocht und verzehrt.

Was kann man dagegen tun? Hätte ich sie bloß vorher vereinzelt, wie ich es vor Jahren mit meinen Märzenbechern getan hatte. 80% der Märzenbecher sind vor 3 Jahren den Wühlmäusen zum Opfer gefallen, aber eben nur 80%. Alle haben die Wühlmäuse nicht gefunden. Ich war damals total frustriert. Sie haben unten die Zwiebeln weggefressen und dann das Grün mitsamt der Blüte in die Erde gezogen. Ob ich nun daneben stand oder nicht. Der Rest der Märzenbecher vermehrt sich jetzt wieder und sät sich auch aus. Der Bestand erholt sich und neues Vereinzeln ist dringend nötig. Die Wühlmäuse haben sich andere Stellen gesucht oder sind selbst Opfer des Winters geworden. Aber man sollte sich nicht sicher fühlen. Sie werden auch die neuen Bestände irgendwann finden.

Spezialfall sehr gut schmeckende Blumenzwiebeln Hilflos fühle ich mich bei Tulpen. Die scheinen so schmackhaft zu sein, dass sie höchstens noch im 1. Jahr blühen, manchmal im 2. Jahr und im 3. Jahr nur noch vereinzelt. Hier liegt es oft aber auch zusätzlich zu den Freßfeinden an den Ansprüchen dieser Pflanzen. Sie mögen es sehr, wenn man jährlich nach dem Abwelken der Blätter die Zwiebeln ausgräbt und dann an neuer Stelle wieder einsetzt, natürlich vereinzelt. Bei Tulpen sollte man auch nie vergessen, immer gut zu düngen, weil sie sonst von sich aus auch ohne Schädlingsfraß immer kleiner werden. Ich persönlich schaffe es jedoch nicht, die Tulpen immer wieder auszugraben, da es sie doch recht günstig z.B. bei Aldi gibt (ein Euro für wirklich ganz viele Pflanzen, unschlagbarer Preis), kaufe ich jedes Jahr ein paar neue Zwiebeln. Wenn man jedoch viel Geld für besondere Tulpenzüchtungen ausgibt, sollte man es sich überlegen, den Aufwand zu starten.

Noch ein Tipp, das Überleben von Pflanzenarten im Garten zu sichern Wenn man alle Pflanzenarten im Garten für länger haben möchte, dann hilft oft nur, die Stauden und Zwiebeln an unterschiedlichen Stellen zu kultivieren. Manchmal verändern sich ja auch die Wachstumsbedingungen  und an der Stelle, wo vorher die Pflanze hervorragend wuchs, stört jetzt ein zu groß gewordener Busch und im nächsten Jahr kommt die Staude nicht wieder. Dann ist die Kultur an unterschiedlichen Stellen Risikominimierung.



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So einen großen Bestand sollte man teilen. Zeitpunkt: Wenn die Blätter gelb werden. Wenn man es sich später vornimmt findet man oft die Zwiebeln nicht mehr: Wo waren sie gleich noch?