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2016/01/31

Neuer gemauerter Torbogen im mittelalterlichen Stil

Das Ziel war die Erstellung eines mittelalterlich wirkenden Torbogens als Durchgang von einem Innenhof in den Außengartenbereich. Ursprünglich war es eine durchgehende Mauer zwischen zwei Grundstücken. Es mag wundern, aber dieser Durchgang ist erst wenige Jahre alt.

Gartentorbogen in Sommeransicht mit Palme, Clematis und Kiwi. Die Kiwi ist in einem Winter mal zurückgefohren. die alten Äste sind jedoch stehen gelassen worden. Das verstärkt den Eindruck eines hohen Alters.

Der Hof ist mit Naturstein gepflastert. Der Rundbogen ist Kontur gebend mit Dichtschlämme grau ca. 25 cm breit angestrichen worden. Dadurch wirkt er massiv und aus altem Material. Die Wand ist weiß gehalten.

Wichtig. Der Rundbogen selbst ist nicht normal verputzt, sondern in reiner Handarbeit allein mit den Fingern verputzt und bewusst ungleichmäßig in einem lang andauernden Arbeitsprozess verstrichen worden. Es war ziemlich anstrengend die ungleichmäßige Wirkung zu erzielen.



Winteransicht


Blick durch den Torbogen in den Innenhof. Der Weg wurde  bewusst gekrümmt angelegt, um eine alte ursprüngliche Wegführung vorzutäuschen. Der Rasen in diesem engen Bereich ist zwar wegen der Enge schwieriger zu pflegen, aber aus optischen Gründen  (nicht zu viel Stein und Beton) unbedingt erforderlich.

Bis auf die Muschelkalksteine im oberen Bereich sind nur Zement, Sand und normale Mauersteine verwendet worden.


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2015/12/30

Steingarten Design

Wie legt man einen optisch schönen Steingarten an?

Das erste Foto zeigt ein schönes Beispiel aus dem zentralen Bereich des hier ausgewählten Steingartens.

Gefälle oder Hügel einplanen. Immer förderlich ist ein Gefälle. Wenn es nicht natürlich vorhanden ist, kann man einen Hügel errichten. Der kann mehr oder weniger groß sein, es gibt dafür keine Vorschrift, sofern er überhaupt vorhanden ist . Wenn sie sich für einen Hügel entscheiden kann es an anderer Stelle eine Senke geben, denn sie brauchen ja Erdmaterial. Selbst auf wenigen Quadratmetern ist das möglich. Merken sie sich den Grundsatz: ´´Eben ist langweilig.´´

Falls es nicht anders als eben geht sollte kann man mit unterschiedlich großen Steinen für Abwechslung für das Auge sorgen.

Gemauert oder einfach nur locker in Reihen oder einzeln gelegt


Auswahl der Steine. Eigentlich kann man alle Steine verwenden. Steine haben eine bestimmte Farbigkeit. Das ist immer Geschmackssache, aber hässliche Steine gibt es nach meiner Ansicht nicht. Also aus allem Material kann man etwas machen. Selbst wenn sie Betonreste nehmen, kann man in entsprechender Kombination und mit den Pflanzen ein schönes Aussehen bewirken. Im Moment modern sind Granit (in unterschiedlichen Farben erhältlich) und Basalt (dunkelgrau).

Ich persönlich verwende Kalkstein, den Muschelkalk aus der Region in der ich wohne. Bei der Gesteinsauswahl müssen sie nur aufpassen, das das Material frostbeständig ist. Es lohnt sich oft auch, Steine in der Region selbst zu suchen. Im Norden Deutschlands hat man Findlinge, in den Mittelgebirgen häufig Kalkstein oder Sandstein. Bei Spaziergängen können immer ein Paar Steine am Wegesrand eingesammelt werden. Häufig gibt es auch an Bachläufen eine vielfältige Auswahl an verwendbaren Steinen. Man entwickelt irgendwann eine Steinblick, wenn öfters gesucht wird.

Mischung von Steintypen. Wenn mehr als eine Steinart für den Aufbau des Garten verwendet wird, kann es schnell Designprobleme geben und die Gesamtwirkung wird unstimmig. Ich empfehle deshalb sich auf einen Steintyp festzulegen. Als Alternative kann es auch sehr schön wirken, wenn wirklich ein buntes Gemisch von Steinen gewählt wird. Es sollte dann keine regelmäßige Verwendung eines Steintyps an einer Stelle erfolgen. Also niemals Basalt hier, Granit dort, Sandstein dort und an anderer Stelle noch Findlinge. Das wirkt nie schön, sondern immer sehr unharmonisch.

Tipp für die Selbstherstellung von Steinen für den Steingarten. Wer das Pech hat in einer steinlosen Gegend zu wohnen, kann sich auch mit Beton selbst Steine herstellen. Entweder man mischt sich Zement mit Sand (1:3 bis 1:4 Mischungsverhältnis empfohlen) oder man nimmt Fertigbeton und rührt ihn nur mit Wasser an. Bei der Formgebung einfach auf die natürlichen Vorlagen in den Vorgärten der Nachbarn achten. Die selbst hergestellten Steine sind innerhalb von kürzester Zeit grün und sehen aber auch so schon völlig echt aus.


Geländegefälle selbst schaffen oder das vorhandene Gefälle nutzen

Kriterien für Pflanzenauswahl. Listen mit möglichen Pflanzen gibt es im Internet in großer Menge, ich will deshalb nicht darauf eingehen. Bedeutend sind aber die grundsätzlichen Eigenschaften, die diese Pflanzen haben. Das Wichtigste ist: Sie dürfen nicht zu groß werden. Achten sie darauf, dass die Pflanzen auch unter guten Gartenbodenbedingungen nicht höher als 50 cm. werden. Pflanzen mit zu großem Wachstumspotential überwuchern sonst die anderen kleineren Kollegen. Anders herum dürfen die Pflanzen nicht zu anspruchsvoll sein. Eine Pflanze, die nur wenig wächst und nach ein paar Jahren gleich mickrig ist, wie beim Kauf, hat gegenüber den anderen Steingartenpflanzen keine Chance und wird kaum wahrgenommen, wenn sie dann noch überlebt hat.

Der Pflegeaufwand ist meistens gering. Lediglich bei nicht verholzten Arten, also bei Stauden müssen im Herbst die alten Pflanzenreste entfernt werden. Auf Stauden verzichten ist nicht besonders sinnvoll, weil sie häufig besonders schöne Blühpflanzen sind. Es ist zu empfehlen keine agressiv sich vermehrenden Pflanzen in den Steingarten zu setzen, weil sonst unter Umständen nach kurzer Zeit die nicht so vermehrungsfreudigen Pflanzen von diesen Arten überwuchert und verdrängt werden.


Große Pflanzen sehr sparsam verwenden

Steinmauern oder locker verlegen. Das ist absolut jedem selbst überlassen. Es reicht auch schon, wenn an Steine mal hierhin und mal dahin legt, entweder einzeln oder in Gruppen oder als Mauer geschichtet. Bei den Mauern hat man die Möglichkeit die Mauern mit Zement zu stabilisieren, auch dass ist immer ein kann und bleibt eine persönliche Entscheidung. 

Tipp. Wenn man sich nicht sicher ist, wie man es macht, dann sollten Sie einfach mal die Nachbarn fragen, die in ihren Augen einen schön angelegten Garten haben.  Nutzen sie das Potential der Leute, die in ihren Augen ein Gefühl für ein schönes Design haben.

Blühpflanzen mit großen Blüten für Farbtupfer nicht vergessen


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2015/11/14

Formschnitt bei Eiben / Garteneingangstor

Eiben sind für den Formschnitt sehr gut geeignet. Es lassen sich wundervolle Gebilde formen, wie hier zum Beispiel ein extrem massiv wirkende Eibengartentor und eine Hecke als Abgrenzung des Grundstücks.
Vorteil Wachstumsrichtung flexibel. Sie wachsen nicht nur dem Licht entgegen, sondern in alle Richtungen. Dadurch gibt es in unteren Bereichen keine kahlen Stellen, bzw. sie wachsen in Laufe der Zeit zu. Bei vielen Formschnittgehölzen ist der untere Bereich eine Problemzone, nicht so bei der Eibe.

Eibeneingangstor zum Hausgrundstück, Repräsentativ und wehrhaft wirkend.
Vorteil immergrün. Man glaubt gar nicht, wie wichtig ein gewisser Prozentsatz an immergrünen Gehölzen im Garten ist. Wenn im Herbst die meisten Gehölze und Stauden sich entlauben kann es doch recht karg und bedrückend im Garten werden. Mit immergrünen Gehölzen bleibt es für die Seele angenehm grün und ein gewisses Gefühl von Leben stellt sich ein. Wenn man als Gartenliebhaber es auf die Spitze treiben will, wählt man ausschließlich immergrüne Pflanzen aus. Die Eibe hat auch im Winter einen angenehmen dunkelgrünen Farbton.

Bei häufigerem Schnitt im Jahr wirkt die Schnittfläche fast wie eine Tapete: Extrem dicht und dunkelgrün
Schnitthäufigkeit. Es empfiehlt sich, eine elektrische Heckenschere zu verwenden und mindestens 2x im Jahr die Hecke zu schneiden. Je häufiger man schneidet, desto einheitlicher ist das Bild einer massiven Gestalt.

Das Interesse wirkt geweckt, auch hindurchzusehen.
Eine im Verhältnis zum Gartentor kleine den Weg markierende Buchsbaumhecke lenkt den Blick in die Ferne.
Vorteil Wachstumsgeschwindigkeit. Eiben haben bei der Geschwindigkeit des Wachstums eine Mittelstellung. Ältere Pflanzen schaffen bis zu 40 cm im Jahr an Längenzuwachs. Damit kann man in wenigen Jahren seine Formgestaltungswünsche verwirklichen. Andererseits sind sie nicht so wüchsig, dass man wirklich häufig die Pflanzen wieder in Form bringen muss. Wenn man nicht so viel Zeit und Pflegebereitschaft zeigt, ist auch ein einmaliger Schnitt im Jahr zur Not ausreichend.




Vorteil Größenwachstum. Mit Eiben kann man mehrere Meter große Plastiken oder Strukturen im Garten anlegen.  Ebenso kann eine Eibenhecke dauerhaft in 20 bis 30cm Höhe gehalten werden.


Vorteil Langlebigkeit. Eiben können Jahrzehnte alt werden. Auch unter dem Gesichtspunkt der Haltbarkeit ist die Eibe eines der am besten für den Formschnitt geeigneten Gehölze.

Wer in seinem Garten es einmal mit Formschnitt probieren möchte, der ist mit der Verwendung von der Europäischen Eibe (Taxus baccata) gut beraten. Nicht zum Formschnitt geeignet sind meistens die Spezialzüchtungen. Diese zeigen häufig eingeschränkte Wachstumseigenschaften und sich weit schwerer lenken lassen.

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2015/10/31

Gartenabfälle als Dekoration verwenden

Dekoration aus Abfällen aus dem Garten. Eigentlich kann man fast alles aus dem Garten wieder benutzen, eben auch Gartenabfall der normalerweise entsorgt, geschreddert, kompostiert oder verbrannt wird. Hier wurde mein wild wuchernder Bambus abgeschnitten und einfach nur fest zusammengebunden.

Mittlere Abschnitte. Bindedraht rundherum gewickelt. Erfordert kein handwerkliches Geschick.
Besonders schöne Wirkung: Diese wird erzielt, wenn nur ein Materialtyp verwendet wird. Hier sind es nur Bambuszweige.
Womit bindet man die Strauchabfälle zusammen? Es reicht völlig ganz einfacher Bindedraht. Den gibt es für 1,- Euro bei MäcGeiz oder in 1 Euro Shops.
Worauf ist zu achten um eine schöne Dekorationswirkung zu erzielen? Die Strauchabschnitte müssen eng zusammenpresst werden und dann binden. Der Bindedraht wird einfach nur um die Strauchabschnitte herumgewickelt.

Gesamtansicht. Hier hängt es unter dem Dach. Man kann es aber auch hinstellen, im Hauseingang oder wo man möchte. Länge insgesamt fast 3 m.
Materialien Fast alle Materialien sind geeignet. Die Haltbarkeit bei Strauchabschnitten ist natürlich höher.

Abfälle vor dem Verarbeiten sortieren. Wenn das Material sortiert wird, gibt es besonders schöne Effekte. Sie können natürlich aus bestimmte Materialien auswählen und kombinieren.

Vorderer Bereich. Die unteren Astabschnitte sind zusammen angeordnet. Es ist natürlich auch möglich, dicke und dünne Bereiche zu mischen, dann sind die Effekte ganz anders.
Haltbarkeit Das Material Bambus ist sehr haltbar. Man kann schon mit 10 Jahren rechnen, bevor sich das Dekoartionsobjekt wieder auflöst. Meine Versuche mit Weiden waren aber auch erfolgreich. Man hat ungefähr 4-5 Jahre etwas von dem Kunstobjekt, ohne dass man es konservieren muss. Danach setzt dann so langsam der Zerfall ein

Gesamtansicht seitlich aufgenommen. 
Formbeständigkeit. Sie können trockene oder grüne frische Materialien verwenden. Mit dem Draht gibt man durch biegen des Objektes dem Ganzen eine gewünschte Form. Wenn das Material ausgetrocknet ist behält es bis zum beginnenden Verfall seine Form bei. Das sind mindestens mehrere Jahre.

Endabschnitt

Noch dünner. Trockene Blätter sind noch gut zu erkennen. 

Der letzte kleine Rest

Noch einmal in der Gesamtansicht

Bindedrahtverarbeitung gut zu erkennen.

Nicht so schon: Befestigung an einem alten Stromkabel. 

Gesamtansicht von links


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2015/09/30

Optische Wirkung einer Gartenbank

Die wesentlichsten Faktoren der Wirkung einer Gartenbank sind:

Lichteinfall / Beleuchtung
Blickwinkel
Design der Bank
Umgebungsgestaltung

Als Beispiel soll hier ein Rundgang um eine Doppelgartenbank im Botanischen Garten Braunschweig dienen. Bitte einfach einmal die 10 Bilder anschauen. Los geht es hinten und dann gegen den Uhrzeigersinn darum herum.


Rückseitige Ansicht. Gegenlicht erschwert das Fotografieren, aber die Wirkung ist phänomenal beruhigend. Man scheint sich setzen zu können und alle Sorgen beruhigt vergessen.

Späte Nachmittagssonne im Frühherbst

Dickes Geäst verhindert den direkten Lichteinfall in die Kamera und nun kann man auch Details der Bänke sehen: Zwei identische Holzgartenbänke, im Gegenlicht scheinbar sehr zierlich. Der Blick kann wie beim Englischen Garten weit schweifen.

Hintere seitliche Ansicht. Erst jetzt, wo wir dichter an die Bänke herankommen sieht man, dass sie doch sehr massiv sind. Man muss nicht nur sitzen, man könnte auch ein kleines Schläfchen darauf machen. Dicke dunstige Luft bewirkt ein Gefühl von Schwere.

Die Gartenbänke haben einen eigenen Ausläufer des Weges erhalten. Es wäre zwar auch ausreichend Platz ohne diesen Schlenker im Weg gewesen, aber so gibt sich der Standort sehr großzügig. Von der Seite wirken die Bänke noch massiver.

Fast von vorn mit Lichteinfall ebenfalls von der Vorderseite sehen die Bänke beinahe wie weiß gestrichen aus. 

Der Standort ist so gewählt, dass man nicht in der Sonne sitzen muss, sondern auch noch auf der linken Bank einen  Platz im Schatten findet. Wenn man länger verweilt muss man sich möglicherweise umsetzen, um im Schatten zu bleiben.

Die Schatten werden immer länger und die Gartenbänke warten auf Besucher.

In unmittelbarer Nähe der Bänke gibt es hauptsächlich weite Rasenflächen lediglich einen sehr alten Schatten spendenden Baum. Eine immergrüne Efeurabatte schließt sich an. Diese ist auch im Winter dekorativ.

Wenn man von rechts den Weg entlang schreitet ist die Bank auch wegen der Lichteffekt erst spät zu sehen und lädt dann zum Verweilen ein.

Im eigenen Garten kann man eine so große Raumwirkung natürlich nur in Ansätzen erzeugen, aber die Fotos geben Anreize, wie man es gestalten könnte.


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