Startseite

2014/09/30

Müll als Dekoration

Was ist eigentlich Müll? Im Groben betrachtet doch alles was wir wegwerfen und nicht mehr brauchen. Sobald es einer neuer Funktion zugeführt wird oder die alte Funktion wieder erfüllt ist, ist es kein Müll mehr.

Zwei Gegenstände möchte ich hier vorstellen: Ein sehr alter Metalleimer und ein Emaillekochtopf. Der Eimer stammt aus einem kleinen Waldstück zwischen Feldern und lag neben anderen nicht mehr benötigten Dingen. Der emaillierte Kochtopf befand sich in einem großen Haufen von Steinen, die die Bauern vom Feld abgesucht hatten. Entsprechend verbeult ist er von seiner ungemütlichen Nachbarschaft. Ich selbst hatte Steine gesucht und ihn als irgendwie interessant eingestuft und  mitgenommen.

Beide Dinge sind so alt, dass Sie jetzt schon wieder fast einzigartig sind. Sozusagen umgedeuteter Müll. Die Besonderheit der beiden Gegenstände ergibt sich aus seiner Seltenheit, dem Verwitterungszustand und seiner aus der Nutzung und späteren Lagerung in freier Natur stammenden außergewöhnlichen Formen und Strukturen.

Uralter Metalleimer Nutzbar für diverseste Dekorationszwecke: Bepflanzen, aufhängen, hinlegen, anmalen.





Den Metalleimer habe ich vor wenigen Tagen bei einer kurzen Pause in der Lüneburger Heide gefunden. Kinder hatten entdeckt, dass er interessant ist und ihn mit anderen nützlichen Dingen, wie z.B. zwei kaputten Gartenstühlen und diversen Holzresten  im Waldstück mit vielen anderen Dingen gesammelt und daraus eine ´´gemütliche Ecke´´ zusammengestellt. Sie hatten sicher viel Spaß.
Emaillierter Kochtopf, geschätzt 30er bis 50er Jahre






Ich bin ganz ehrlich. Was ich genau damit in meinem Garten mache, weiß ich noch nicht genau. Erst einmal stehen Sie da, wo sie im Moment sind. Wenn ich immer wieder daran vorbeigehe wird mir schon etwas einfallen. Eines ist auf jeden Fall jetzt schon klar. Gut findet so etwas nur eine Minderheit. Es würde mich freuen, wenn ich auch andere finde, die es gut finden und ihnen vielleicht sogar eine Form von Schönheit zubilligen.


Ein Link zu der Seite http://www.garten-anders.com würde sehr helfen, das Tagebuch bekannter zu machen. 

2014/08/31

Ungewöhnlich: Mülltonnen als Pflanzkübel

Es mag viele abschrecken, aber auch Mülltonnen können zu einer anderen als ihrer ursprünglichen Funktion genutzt werden. Eine Mülltonne als Pflanzkübel. Die gegenwärtig genutzten Mülltonnen mögen von fast allen mit negativen Emotionen belegt sein. Aber es gibt auch alte Mülltonnen in unterschiedlichsten Formen und bei diesen wandelt sich das Empfinden langsam zu: ´´Gar nicht so schlecht´´ bis irgendwann möglicherweise einmal zu ´´trendig´´.



Das hier sind Exemplare aus den 60er und 70er Jahren. Besonders schlank, besonders hoch. Man muss sich beim Bepflanzen und bei der Pflege der Pflanzbehälter noch nicht einmal bücken. Die Bepflanzung mit hängenden Blüten und Blattpflanzen ist besonders reizvoll.
 Abfallbehälter sind in Gruppen noch viel reizvoller. Diese Exemplare sind im Hauptschulgarten in Braunschweig zu besichtigen. der Hauptschulgarten ist im übrigen eine Reise wert. Es handelt sich um ein mehrere ha großes Areal mit einem eiszeitlichen kleinen See im zentralen Bereich des Geländes. Über viele Jahrzehnte ist der Hauptschulgarten angelegt worden und bietet einiges für die Sinne. Besonders angenehm sind die unterschiedlichen Gartenstile und der alte Baumbestand. Ich fahre jedes Jahr mindestens einmal dort hin. Mein letzter Besuch war der Beste: Ich habe im Schatten bei 25 Grad ein kleines Schläfchen auf den im Norden des Geländes aufgestellten Liegen gemacht. Danach ging es mir Blendend.
Möglich ist es mit Abfallbehältern als Pflanzcontainer einen tristen Innenhof in dicht bebauter Mietwohnunggegend kostengünstig aufzuwerten. Ein wichtger Vorteil ist die Robustheit. Während Tontöpfe häufig nur einen oder wenige Winter überleben können Mülltonnen als Pflanzgefäße, seien sie nun aus Metall und verzinkt oder aus Kunststoff, Jahrzehnte überdauern.

Es muss auch nicht eine Bepflanzung mit Blumen sein. Möglich sind auch kleine Gehölze oder Gräser. Wer es wünscht kann in diesen Riesentöpfen auch Gemüse züchten. Wie wäre es mit einem Gemüsekarten in Küchennähe auf dem ungenutzten Teil der Terrasse?


Ein Link zu der Seite http://www.garten-anders.com würde sehr helfen, das Tagebuch bekannter zu machen. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, im voraus vielen Dank

2014/07/31

Feuerbohnen zur Fassadenbegrünung

Eine ungewöhnliche Fassadenbegrünung sind Feuerbohnen. Sie wachsen sehr schnell und werden bis zu 3 m hoch. Feuerbohnen oder allgemein Stangenbohnen sind eine ungewöhnliche Alternative und benötigen nicht viel Aufwand. Die Bohnensamen können auch in Kübel gelegt werden und so direkt neben dem Hauseingang platziert werden oder je nach belieben z.B. auch auf dem Balkon.
Feuerbohnen; Foto Ende Juli; Gesamthöhe bis 3 m möglich
 Es ist sehr angenehm täglich aus der Tür auf das frische Grün zu blicken. Wenn man mal Bohnen für die Suppe braucht kann man bequem im Stehen ernten.
Bohnen sehen nicht nur hübsch aus, man kann sie auch noch essen
 Bohnen sind leider nicht winterhart. Man muss deshalb jedes Jahr wieder ein paar ausgereifte Bohnen ernten und im Mai neu aussäen.
Immer ein Problem: Schnecken. Diese waren wieder einmal ein großes Hindernis und nur mit Schneckenkorn wegen der feuchten Witterung zu bekämpfen.
 Für die Aussaat der Bohnen habe ich ein paar Steine aus dem Pflaster genommen. Bei meinem Natursteinbelag war das kein Problem. Wenn man zur Miete wohnt ist das sicher nicht ganz so einfach. Dann empfiehlt es sich einen großen Kübel zu verwenden.
Am Fuße: Ananaspflanze: Einfach durch Aussaat zu vermehren

Eine Stütze für die Bohnen ist erforderlich. Hier ist es eine Weinranke  und die Bohnenzweige aus dem letzten Jahr


Ein Link zu der Seite http://www.garten-anders.com würde sehr helfen, das Tagebuch bekannter zu machen. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, im voraus vielen Dank.

2014/06/30

Ideen für einen alternativen Holzzaun / Holzstapelzaun

Ein Holzzaun als Grundstücksabgrenzung kann auch ganz anders aussehen und trotzdem wunderschön sein.

Grundstücksgrenze, Terassenabgrenzung oder Gartenunterteilung Holz aus dem Garten muss man nicht unbedingt entsorgen oder  im Kamin verbrennen. Man kann es auch einfach als Abgrenzung des Grundstücks zu den Nachbarn nutzen oder z.B. als Trennung von Nutzgarten und Gemüsegarten oder um der Terrasse einen Windschutz zu geben (bei ausreichender Höhe).

Alternativer Holzzaun: Holzstämme werden einfach gestapelt. Einfacher geht es nicht

Bäume nicht entsorgen sondern Reste nutzen Es gab Zeiten, da hatte man an der Grundstücksgrenze eine schöne Tannenhecke. Die wird natürlich schon nach wenigen Jahren zu groß. Manche entscheiden sich früher oder später diese nun doch zu entfernen. Wer möchte schon 15 m hohe Bäume zu den Nachbarn, die oben dicht und unten kahl sind. Jeder kennt direkte oder indirekte Beschwerden der Nachbarn. Die Funktion der Abgrenzung bei hohen Bäumen wird häufig auch nicht mehr erfüllt, da die Bäume unten kahl werden. Hier in der Mitte des Bildes sieht man so einen alten Baum-Titanen, der nun in kleinen Teilen mit seinen Nachbarkollegen den neuen Holzzaun bildet. Abfall im Garten muss man nicht entsorgen, man kann alles nutzen.

Hier wurde eine alte Tannenhecke in eine alternative Grundstückszaun verwandelt. Durch die unterschiedlich hohen Reststämme bekommt der Zaun Charakter und wirkt nicht so eintönig bei großer Länge 
Pflegeleicht Einmal gestapelt und man muss fast nicht mehr machen. Kein Streichen ist mehr erforderlich. Aufpassen muss man ein wenig, weil an der Basis des gestapelten Holzes doch schön das Unkraut wachsen kann. Man kommt mit der Hacke nicht in alle Ecken. Ab und zu mal mit der Hand das Kraut ausreißen oder ein Abflammen sind dann sinnvoll.

Umwandlung einer Tannenhecke in einen Holzstapelzaun Hier sieht man noch die vielen kleinen Einzelbäume der alten Tannenhecke. Unterschiedlich lang abgesägt bilden Sie einen hübschen Blickfang. Nichts muss gleich vollständig und um deutschen Sinne ordentlich sein. Atmosphäre entsteht durch Vielfalt.

Efeu kann, wenn er in die Jahre gekommen ist, auch deutlich über die ursprüngliche Höhe wachsen und so den Blickschutz perfekt machen. Außerdem sieht eine grüne Efeuhecke perfekt aus und erfordert nur wenig Pflege durch Schnitt
Efeu gibt Eleganz Wunderschön wird der Holzstapelzaum, wenn man ihn mit Efeu bewachsen lässt. Die Eleganz stellt sich mehr ein, wenn davor der Rasen immer gut gemäht ist. Hier ist es mehr eine Wiese. Efeu lässt sich im übrigen leicht vermehren. Sie können einfach Ranken abschneiden und dann in die Erde stecken. Er wächst besser, wenn ca. 50 % der Ranken in die Erde tief eingegraben werden. Denken sie bitte in den ersten Wochen daran, regelmäßig zu wässern, bis die Ranken ausreichend Wurzeln gebildet haben.

Hier ist alles mit Efeu bewachsen. Holzstämme sehen nur noch ein wenig heraus
Bauen in kleinen Teilstücken Holz fällt über die Jahre immer wieder an. Wenn Sie Bäume im Garten haben wachsen diese beständig. Immer wieder gibt es Äste und Bäume, die entfernt oder gekürzt werden müssen. Wer sagt denn, dass man so einen schönen Holzzaum aus Baumstämmen und Ästen sofort gleich fertig stapeln muss? Sammeln sie doch einfach. Man kann in einer Ecke beginnen - oder auch in der Mitte - und dann mit der Zeit weiter bauen. 
Tipp: Holz bein Förster kaufen Es ist auch möglich beim Förster Holzstapel zu erwerben. Hier in der Region kosten 1m lange Stücke als Raummeter  30,- Euro (1mx1mx1m). Einfach mal ein wenig telefonieren, wo man bei ihnen in der Nähe Holz direkt aus dem Wald kaufen kann.
Bauanleitung Das schöne an diesem gestapelten Zaun ist, das jeder es kann. Hier sind die Holzeinzelteile ca. 50 cm lang. Wenn man hoch stapeln will (z.B. bis 1,80 m), dann empfiehlt sich schon 50 cm Länge auszuwählen. Soll der Zaun niedrig bleiben sind auch 30 cm ausreichend. 



Ein Link zu der Seite http://www.garten-anders.com würde sehr helfen, das Tagebuch bekannter zu machen. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, im voraus vielen Dank. 

2014/05/31

Spritzmittel gegen Schildläuse selbst herstellen: Biologisch, preiswert, ungiftig, extrem wirksam

Wenn man erst einmal Schildläuse eingeschleppt hat, ist es sehr schwierig sie wieder los zu werden. Ein effektives, günstiges, ungiftiges Spritzmittel immer zur Hand zu haben ist da wichtig. Wenn es dann auch noch fast nichts kostet, ist es um so besser.

Wirklich wirksam ist Parafinöl. Parafinöl bekommt man in jeder Apotheke, da es zur Herstellung von Medikamenten eine Grundbaustein ist. Die Bezeichnung in der Apotheke ist "Parafinöl dickflüssig".

Preis. Parfinöl kostet zwischen 2 und 3 Euro. Wenn Sie danach fragen wird es extra abgefüllt. Das ändert nichts am Preis. Eine Flasche mit 100 ml reicht so für ca. 3 Liter Spritzmittel. Wenn man ein biologisches Spritzmittel fertig kauft, kosten 500 ml gebrauchsfertiges Gemisch ca. 10 Euro. Der Inhalt ist auch nicht anders als das, was man selbst herstellt.

Abfüllung in eine Sprühflasche
Das ungiftige Spritzmittel gegen Schildläuse kann einfach in einer alten Sprühflasche abgefüllt werden.

Herstellung des Spritzmittels. Etwas Aufwand muss man betreiben. Die Herstellung des Mittels gegen die Schildläuse ist aber ganz einfach. Das Parafinöl muss mit Wasser gemischt werden. Das ideale von mir ausprobierte Mischungsverhältnis ist 1000 +30  bzw. die Prozentigkeit ist 3%.

Beispiel:
1 l Wasser + 30 ml Prafinöl dazugeben
oder
0,5 l Wasser und 15 ml Parafinöl

Parafinöl mischt sich mit Wasser nur schwer. Das Öl ist leichter als Wasser und setzt sich oben ab.Vor dem Benutzen muss die Mischung immer geschüttelt werden. Es bildet sich dann eine Emulsion. Kleine Tröpfchen sind fein verteilt, die dann auf die Pflanzen gesprüht werden.

Trick. Einfach zwei Spritzer Spülmittel dazugeben. Das Parafinöl ist dann viel besser in der verteilt und es muss nur noch kurz vor dem Benutzen geschüttelt werden.

Funktionsweise. Das Öl verklebt den Schildläusen (und natürlich auch normalen Läusen und Schädlingen) die den gesamten Körper und insbesondere auch die Atmungsorgane. Die Tiere ersticken. Schildläuse sind da besonders abgesichert durch den Panzer, der die Jungtiere unter dem Panzer schützt.

Unbedingt beachten. Wenn man Pflanzen im Haus behandelt müssen die Pflanzen nach 2 Tagen unter der Dusche mit warmen Wasser gründlich abgespült werden. In de Dusche geht das sehr gut. Es wird dann der Hauptteil des Öls abgewaschen. Das ist unbedingt erforderlich, weil das Öl auch die Poren der Pflanzen verklebt. Die Pflanzen müssen wieder atmen können. Machen sie das nicht schon nach einem Tag. Für Schildläuse reicht ein Tag nicht aus. Warten Sie nicht viel länger als 2 Tage, weil dann die Pflanzen zu sehr geschädigt werden.

Vorgang wiederholen. Es lohnt sich den Vorgang nach 4-8 Wochen zu wiederholen. Bei den Schildläusen gibt es Dauerstadien, die sich in einer Ruhephase befinden und die nach längerer Zeit wieder die Pflanzen aktiv befallen können.



Ein Link zu der Seite www.garten-anders.com würde sehr helfen, das Tagebuch bekannter zu machen.