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2014/11/30

Formschnitt bei alten Gehölzen

Schön geschnittenen Sträucher, Büsche und Bäume erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit.
Auch alte Gehölze kann man noch mit einem mehr oder weniger radikalen Schnitt in schöne Formgehölze umwandeln. Man muss nicht unbedingt viele Jahre warten, bis kleine Neuanpflanzungen die gewünschte Größe erreichen.

Eibe schirmförmig geschnitten aus altem Bestand. Alle neu austreibenden Äste im unteren Bereich werden regelmäßig entfernt.
Ein sehr imposantes Beispiel ist diese alte Eibe. Sie ist über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, immer in Form gehalten worden, aber das radikale Entfernen aller Seitenäste im unteren Bereich dieser Eibe hat sie zu einem außergewöhnlichen und imposanten Exemplar und Beispiel für späten Formschnitt werden lassen. Der neue radikale Schnitt hat dazu geführt, dass die Wirkung jetzt der einer Schirmakazie ähnelt. Der gesamte Bereich vor und zwischen diesen beiden Häusern wird von der halbkugelförmig geschnittenen Eibe beherrscht. Wenn man es genau nimmt, ist es das einzig Schöne, was dieser Gestaltungsraum zu bieten hat.

Nachteile bei alten Gehölzen: Wenn man beabsichtigt älteren Sträuchern und Bäumen eine schöne Form geben will, kann man mit Ihnen nicht alles machen. Der Gärtner mit der Strauchschere muss sich in seinen Wünschen an den gegebenen Hauptästen orientieren und danach die Wunschform ersinnen. Wichtig ist es also, sich die gewählte Pflanze erst einmal genau anzusehen und deren Möglichkeiten zu erkunden. Am besten ist es, über mehrere Tage das Objekt genau anzusehen und danach dann den Plan für den Formschnitt zu entwickeln.

Wie lange dauert es, bis mein Plan umgesetzt ist? Überhaupt Anfangen ist das Schwierigste. Den Wunsch zu hegen, dass schaffen noch ganz viele. Wichtig ist es vor allem, erst einmal ein paar Tage nachzudenken. Der entscheidende Schritt ist, mit dem Zuschneiden zu beginnen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Viele wollen es, aber kaum einer schafft es. Wenn sie so weit sind, gehören Sie zu den auserwählten. Nur wenige trauen sich daran
Das erste Ergebnis ist meistens nicht besonders gut. Die arme Pflanze sieht noch mehr aus wie ein gerupftes Huhn. Bis die gewünschte Wirkung da ist, kann es schon 2-3 Sommer dauern. Der Gartenfreund braucht also schon eine gewisse Ausdauer.
Drei alte schon vorhandene Stämme bilden die Grundlage dieser halbkugelförmigen Schirmeibe
Das Auffällige an dieser Eibe ist der Stamm aus vielen einzelnen dünneren dicken Ästen. Es muss nicht immer nur ein Stamm sein. Beliebig viele sind vorstellbar. Diese Struktur ist eben auch der Tatsache geschuldet, dass eine bereits bestehende Pflanze in ein Zierschnittgehölz umgewandelt worden ist.
Cotoneaster, ebenfalls wegen der Herkunft aus einem wild wachsenden Busch mit vielen einzelnen Stämmen
Welche Pflanzen eignen sich? Besonders geeignet sind die meisten Heckenpflanzen. Eiben, Hainbuchen, natürlich Buxbaum, die vielen Thuja-Arten aber auch  z.B. Feuerdorn und Cotoneaster. Sie können aber auch viele andere Pflanzenarten verwenden. Nur dann muss der Anspruch an die gewünschte Form deutlich zurückgeschraubt werden.

Ein Lebensbaum als Kugelbaum. Damit kann im Prinzip jeder anfangen.: Alle Seitenäste entfernen und nur die endständigen Zweige belassen. Dort wird die Kugel geformt. Um dauerhaften Erfolg zu haben sollte mindestens 2-3 Mal im Jahr alles nicht gewollte entfernt werden.
Die unterschiedlichen Thuja Arten - Lebensbäume - sind nicht nur als Hecke geeignet, sondern auch in Form geschnitten. Sie haben jedoch bestimmte Wachstumseigenschaften, die nicht jeden Schnitt zulassen. Was möglich ist sieht man hier. Der Eigentümer hat jetzt ca. 2 Sommer versucht, der Pflanze eine neue Form zu geben. Am einfachsten ist es, wenn man jedem einzelnen Ast eine Kugel aufsetzt. Besser ausgedrückt: Alle Seitenäste werden entfernt und nur am Ende lässt man die Seitenzweige stehen.

Ebenso Krüppelkiefern eignen sich. Sämtliche nicht gewollten Äste werden entfernt. Alle Endspitzen werden jährlich einmalig um 5-10 cm nach dem Austreiben der neuen Zweige gekürzt.


Hier eine Krüppelkiefer aus altem Bestand, in ein Formschnittgehölz umgewandelt und in Kombination mit anderen formbaren Gehölzen wie Buchsbaum und Thuja. Lebensbäume eignen sich wegen der guten Wuchskraft gut als Hochstammformgehölze.

Überall sehen Lebensbäume in Reihe als Hecke. Aber wer denkt daran, einen Lebensbaum in der Art zu schneiden wie hier zu sehen? Dieses einzelne Exemplar mit bereits dickem Stamm ist mehr als ungewöhnlich und es ist so einfach durch regelmäßigen Schnitt diese Wuchsform zu erzeugen.

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2014/10/31

Weidentor im romantischen Garten

Weiden eignen sich hervorragend um Gartenräume abzugrenzen. Sie wachsen schnell und lassen sich zu Hecken und auch Weidentoren formen. Durchgänge aus Pflanzen gebildet  tragen mit zur Wirkung eines romantischen Gartens bei, wie im ersten Foto wunderschön zu sehen ist. Selbst im Herbst, wenn das Laub schon weitestgehend am Boden liegt, ist die Wirkung vorhanden.
Das Weidentor trennt unterschiedliche Gartenabschnitte. Es steht hier mitten im Garten und kann natürlich auch an einer Grundstücksgrenze zum Beispiel zum netten Nachbarn eine Durchgang schaffen.
 Weiden haben den Vorteil und Nachteil, dass sie schnell wachsen. Schon innerhalb weniger Jahre ist die hier zu sehende Wirkung eines solchen Tores herstellbar. Selbstverständlich sind auch andere Gehölze geeignet, wie z.B. die Hainbuche. Hainbuchen kann man preiswert im Herbst gleich im Zehnerpack in unterschiedlichen Größen kaufen. Ebenso geeignet sind Eiben, die sich in alle Formen ziehen lassen.Eiben und Hainbuchen brauchen etwas länger, bis sie die nötige Form erreicht haben, sind allerdings auch pflegeleichter. Der Vorteil von Eiben ist, dass sie immergrün sind und auch im Winter einen Sichtschutz bilden.
Ein Kürbis hat den Weidenzaun als Rankhilfe genutzt. Selbst Ende Oktober noch ohne Frost ist Kürbis ein wunderschöner optischer Lichtblick im Garten.
 Weiden lassen sich ganz einfach im Herbst durch Stecklinge vermehren. Man muss nur ca. 30cm des Zweiges in die Erde stecken. Im nächsten Jahr den Frühling und Sommer über die Stecklinge ordentlich und vor allem regelmäßig wässern, damit sie das erste Jahr überstehen.
Kompartimentierung im Garten durch alte Gehölze und Steinmauern, hier durch immmergrünem Efeu an Holunder hochrankend, Kugelbuchsbaum und Johannisbeeren. Im Hintergrund das Weidetor mit dem Weidenzaun
 Ein Vor- und Nachteil von Weiden ist die starke Wüchsigkeit. Es geht schnell ein Weidentor im repräsentativen Zustand im Garten zu haben, aber man muss die Hecke auch öfter schneiden, weil meterlange Triebe innerhalb eine Jahres entstehen, wenn man länger nicht schneidet.
Links auf dem Foto sieht man lange Weidenstöcke, die zur Dekoration dienen.
Abgeschnittene Seitentriebe von den Weiden kann man in den Zaun einflechten oder einfach quer einlegen. Das wirkt sehr archisch oder eben romantisch. So entledigt man sich auch gleich des Gehölzschnitts.

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2014/09/30

Müll als Dekoration

Was ist eigentlich Müll? Im Groben betrachtet doch alles was wir wegwerfen und nicht mehr brauchen. Sobald es einer neuer Funktion zugeführt wird oder die alte Funktion wieder erfüllt ist, ist es kein Müll mehr.

Zwei Gegenstände möchte ich hier vorstellen: Ein sehr alter Metalleimer und ein Emaillekochtopf. Der Eimer stammt aus einem kleinen Waldstück zwischen Feldern und lag neben anderen nicht mehr benötigten Dingen. Der emaillierte Kochtopf befand sich in einem großen Haufen von Steinen, die die Bauern vom Feld abgesucht hatten. Entsprechend verbeult ist er von seiner ungemütlichen Nachbarschaft. Ich selbst hatte Steine gesucht und ihn als irgendwie interessant eingestuft und  mitgenommen.

Beide Dinge sind so alt, dass Sie jetzt schon wieder fast einzigartig sind. Sozusagen umgedeuteter Müll. Die Besonderheit der beiden Gegenstände ergibt sich aus seiner Seltenheit, dem Verwitterungszustand und seiner aus der Nutzung und späteren Lagerung in freier Natur stammenden außergewöhnlichen Formen und Strukturen.

Uralter Metalleimer Nutzbar für diverseste Dekorationszwecke: Bepflanzen, aufhängen, hinlegen, anmalen.





Den Metalleimer habe ich vor wenigen Tagen bei einer kurzen Pause in der Lüneburger Heide gefunden. Kinder hatten entdeckt, dass er interessant ist und ihn mit anderen nützlichen Dingen, wie z.B. zwei kaputten Gartenstühlen und diversen Holzresten  im Waldstück mit vielen anderen Dingen gesammelt und daraus eine ´´gemütliche Ecke´´ zusammengestellt. Sie hatten sicher viel Spaß.
Emaillierter Kochtopf, geschätzt 30er bis 50er Jahre






Ich bin ganz ehrlich. Was ich genau damit in meinem Garten mache, weiß ich noch nicht genau. Erst einmal stehen Sie da, wo sie im Moment sind. Wenn ich immer wieder daran vorbeigehe wird mir schon etwas einfallen. Eines ist auf jeden Fall jetzt schon klar. Gut findet so etwas nur eine Minderheit. Es würde mich freuen, wenn ich auch andere finde, die es gut finden und ihnen vielleicht sogar eine Form von Schönheit zubilligen.


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2014/08/31

Ungewöhnlich: Mülltonnen als Pflanzkübel

Es mag viele abschrecken, aber auch Mülltonnen können zu einer anderen als ihrer ursprünglichen Funktion genutzt werden. Eine Mülltonne als Pflanzkübel. Die gegenwärtig genutzten Mülltonnen mögen von fast allen mit negativen Emotionen belegt sein. Aber es gibt auch alte Mülltonnen in unterschiedlichsten Formen und bei diesen wandelt sich das Empfinden langsam zu: ´´Gar nicht so schlecht´´ bis irgendwann möglicherweise einmal zu ´´trendig´´.



Das hier sind Exemplare aus den 60er und 70er Jahren. Besonders schlank, besonders hoch. Man muss sich beim Bepflanzen und bei der Pflege der Pflanzbehälter noch nicht einmal bücken. Die Bepflanzung mit hängenden Blüten und Blattpflanzen ist besonders reizvoll.
 Abfallbehälter sind in Gruppen noch viel reizvoller. Diese Exemplare sind im Hauptschulgarten in Braunschweig zu besichtigen. der Hauptschulgarten ist im übrigen eine Reise wert. Es handelt sich um ein mehrere ha großes Areal mit einem eiszeitlichen kleinen See im zentralen Bereich des Geländes. Über viele Jahrzehnte ist der Hauptschulgarten angelegt worden und bietet einiges für die Sinne. Besonders angenehm sind die unterschiedlichen Gartenstile und der alte Baumbestand. Ich fahre jedes Jahr mindestens einmal dort hin. Mein letzter Besuch war der Beste: Ich habe im Schatten bei 25 Grad ein kleines Schläfchen auf den im Norden des Geländes aufgestellten Liegen gemacht. Danach ging es mir Blendend.
Möglich ist es mit Abfallbehältern als Pflanzcontainer einen tristen Innenhof in dicht bebauter Mietwohnunggegend kostengünstig aufzuwerten. Ein wichtger Vorteil ist die Robustheit. Während Tontöpfe häufig nur einen oder wenige Winter überleben können Mülltonnen als Pflanzgefäße, seien sie nun aus Metall und verzinkt oder aus Kunststoff, Jahrzehnte überdauern.

Es muss auch nicht eine Bepflanzung mit Blumen sein. Möglich sind auch kleine Gehölze oder Gräser. Wer es wünscht kann in diesen Riesentöpfen auch Gemüse züchten. Wie wäre es mit einem Gemüsekarten in Küchennähe auf dem ungenutzten Teil der Terrasse?


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2014/07/31

Feuerbohnen zur Fassadenbegrünung

Eine ungewöhnliche Fassadenbegrünung sind Feuerbohnen. Sie wachsen sehr schnell und werden bis zu 3 m hoch. Feuerbohnen oder allgemein Stangenbohnen sind eine ungewöhnliche Alternative und benötigen nicht viel Aufwand. Die Bohnensamen können auch in Kübel gelegt werden und so direkt neben dem Hauseingang platziert werden oder je nach belieben z.B. auch auf dem Balkon.
Feuerbohnen; Foto Ende Juli; Gesamthöhe bis 3 m möglich
 Es ist sehr angenehm täglich aus der Tür auf das frische Grün zu blicken. Wenn man mal Bohnen für die Suppe braucht kann man bequem im Stehen ernten.
Bohnen sehen nicht nur hübsch aus, man kann sie auch noch essen
 Bohnen sind leider nicht winterhart. Man muss deshalb jedes Jahr wieder ein paar ausgereifte Bohnen ernten und im Mai neu aussäen.
Immer ein Problem: Schnecken. Diese waren wieder einmal ein großes Hindernis und nur mit Schneckenkorn wegen der feuchten Witterung zu bekämpfen.
 Für die Aussaat der Bohnen habe ich ein paar Steine aus dem Pflaster genommen. Bei meinem Natursteinbelag war das kein Problem. Wenn man zur Miete wohnt ist das sicher nicht ganz so einfach. Dann empfiehlt es sich einen großen Kübel zu verwenden.
Am Fuße: Ananaspflanze: Einfach durch Aussaat zu vermehren

Eine Stütze für die Bohnen ist erforderlich. Hier ist es eine Weinranke  und die Bohnenzweige aus dem letzten Jahr


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