Kopfweiden im Hausgarten haben natürlich verschiedene Vorteile und Nachteile. Eine einfache Liste (siehe unten) hilft zu entscheiden, ob es unter Umständen sinnvoll wäre, sich für eine Kopfweide im Garten zu entscheiden. Zunächst einmal ein paar Bilder zur Erinnerung, wie eine alte Kopfweide so aussieht:





Kopfweiden ist vor allen Dingen in feuchten Gebieten. Sehr häufig werden sie an Bachufern und einem Teichen und Tümpeln in gepflanzt. Früher gab sie auch oft als Abgrenzungen von Wiesen. Heutzutage sind Kopfweiden relativ selten geworden, weil die Landwirte keine Zeit mehr haben sich um die Pflege zu kümmern. Außerdem haben sie den ursprünglichen Zweck eingebüßt. Wer flechtet heutzutage noch Körbe aus Weiden? Und dabei sehen sie so schön aus!
Kopfweiden haben aber durchaus auch heute noch einen Sinn: Zum Beispiel können Kinder darin klettern und es macht ihnen Spaß (siehe Foto 6).
Wie züchte ich eine Kopfweide?
Es ist nichts einfacher als eine Kopfweide zu züchten. Das geht im Prinzip fast das ganze Jahr über. Alles was Sie machen müssen, ist den Zweig einer Kopfweide abzuschneiden kann bis 1 m groß sein) oder abzubrechen und ganz tief (mindestens 20 - 30 cm) in die Erde zu stecken. Der März ist zum Beispiel sehr gut dazu geeignet; es gehen aber auch alle anderen Tage im Herbst Winter oder Frühjahr (sofern die Erde nicht gefroren ist). Wichtig ist es dann nur noch, diesen Zweig regelmäßig zu gießen. Das muss natürlich insbesondere im Sommer gemacht werden.
Nach dem ersten Jahr schneiden sie alle Seitenzweige ab und kappen den Zweig etwa in 1 m bis 1 m 50 Höhe. Die Höhe des Stamms nimmt im Laufe der Jahre deutlich zu. Rechnen Sie nach 10 Jahren mit der Doppelten Höhe!
Alle neuen Zweige und Knospen unterhalb der obersten 15-20 cm werden entfernt. Das machen sie regelmäßig alle paar Wochen oder Monate.
Nach den ersten zwei Jahren werden wiederum in Abständen von ein bis zwei Jahren sämtliche Äste des Schopfes auf 1-3 cm eingekürzt. Dadurch entsteht dann die typische Wuchsform.
Welche Vorteile und Nachteile gibt es?
- Einfach zu züchten.
- Man muss sie nicht kaufen.
- Man legt sich unter Umständen mit Nachbarn an, die einem erklären, dass es sich um ´´ Unkraut ´´ handelt.
- Hübsch. Es entsteht eine interessante Krone.
- Schnellwüchsig.
- Viel Schnittgut im Herbst oder am Winterende.
Es würde mich interessieren, wer sich von meinen Ausführungen inspirieren lässt. Bitte dann einfach hier eintragen. Danke.
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Finde ich toll! Ich muss nur anmerken-zu versuchen einen Weidenzweig abzubrechen ist recht sinnlos ;)
AntwortenLöschenLiebe Grüße!
Hallo,
AntwortenLöschendas mit dem Abbrechen habe ich jetzt am Wochendende auch noch mal probiert. Oft geht es nicht. Dann biegt sich der Zweig nur wie Gummi. In solchen Fällen muss man eine andere Stelle ausprobieren. Auf jeden Fall ist die Anmerkung komplett richtig: Es ist nicht ganz so einfach einen Weidenzweig abzubrechen. Besser ist es, man hat eine Schere dabei.
Viele Grüsse
Wolf
Hallo, ich fand diese Seite sehr hilfreich. Bin oft mit dem Rad unterwegs und sah nun Äste -frisch geschnitten- und nahm mir spontan 2 Zweige mit. Werde mein Glück damit probieren. Die Bäume fielen mir im Winter durch das leuchtende Gelb der Zweige sehr positiv auf.
AntwortenLöschenvielen dank für die hilfe.
AntwortenLöschenwir haben zwar schon 4 kopfweiden, jedoch waren wir bis vor ein paar tagen unwissen das man dise art kopfweiden nennt und wollten diese einfach wachsen lassen bis eine nachbarin sagte die müsse man schneiden also suchte ich im www nach informationen und bin unter anderem hier fündig geworden.
jetzt habe ich beschlossen die reihe kofweiden bei uns am bachlauf zu den nachbarn vortzuführen da es so einfach ist sie zu vermehren.
mfg eule 13
Kopfweiden ist kein Artname, sondern es ist das was entsteht, wenn man Weiden (egal welche Art) immer wieder in einer Höhe abschneidet. Im Prinzip kann man jede Weide zu einer Kopfweide machen. An Bachläufen sehen Kopfweiden besonders gut aus. Auch an Wegrändern und Feldrändern bietet es sich an. Sie sind besonders landschaftsprägend und vermitteln irgendwie etwas vertrautes und geborgenes. Gemütlich ist es, ein Gefühl wie - so war es früher - tritt bei mir jedenfalls auf.
AntwortenLöschenViele Leute wissen einfach nicht, wie einfach es ist. Noch ein Tipp: Den Kopf nicht zu hoch machen. Er wächst jedes Jahr ein bisschen in die Höhe und im Laufe der Jahre kommt man immer schlechter daran, um sie zu schneiden. Ich habe gerade eine schöne gelbe Kopfweide, die von 50 cm Höhe auf nun 1,70 m Höhe gekommen ist. Und es wird noch mehr.
VG
Wolf