Wenn man sie mag und sie beachtet, wird es auch belohnt. Man sollte seine Märzenbecher aber auch kennen.
Es gibt zwei Arten der Vermehrung:
1. Teilung. Sofern Märzenbecher an einem guten Standort stehen, bilden sie von Jahr zu Jahr mehr Zwiebeln an einem Standort aus. Das geht jedoch nicht so schnell wie bei Schneeglöckchen. Geduld ist da schon notwendig. Sofern man kleine Horste hat (z.B. Bild 1, besser noch wie auf dem Bild 2), kann man die Märzenbecher einfach ausgraben und teilen. Das geht auch sehr gut zur Wachstumsperiode.
Zu dicke Horste vermehren sich auch nicht mehr, weil dann die einzelnen Zwiebeln nicht ausreichend versorgt werden. Die auf Foto 2 zu sehenden Horste haben deshalb auch so gut wie ihre Maximalausdehnung erreicht. Der Horst enthielt übrigens ca. 15 verschiedene einzelne Zwiebeln der Märzenbecher.
Ich habe gerade eben blühende Märzenbecher ausgegraben und geteilt (Ende März). Jede Zwiebel wurde dann hübsch einzeln an einen vermeintlich guten Standort gesetzt und vernünftig angedrückt (bei Bedarf auch das Geißen nicht vergessen). Es stört die Märzenbecher quasi nicht. Wenn man die Erde schon glattstreicht und die Pflanze gerade einsetzt, sieht es so aus als wäre die Pflanze dort auch gewachsen. Über diese Unempfindlichkeit bin ich jedes Jahr wieder überrascht.
Ich teile die Pflanzen auch, weil ich Wühlmäuse im Garten habe und die Wühlmäuse mögen leider Märzenbecher gern. Dicke Horste sind dann in wenigen Stunden ausgerottet. Wenn die Pflanzen vereinzelt sind, werden nicht alle Pflanzen gefunden.
2. Aussaat. Märzenbecher säen sich selbst aus. Man muss nur die Augen dafür aufmachen. Es ist aber sehr mühselig und selbstverständlich darf man diese Beete nicht hacken. Es sind im ersten Jahr nur wenige dünne dunkelgrüne schmale Blättchen, die aussehen wie Grashalme. Die Samen keimen aber erst 1 Jahr nachdem die Saat ausgeworfen worden ist! Die Farbe ist denen der ausgewachsenen Pflanzen gleich. Man muss nur mal genau hinsehen.
Es sind jedoch nie viele Keimlinge vorhanden. Diese Keimlinge kann man einfach an Ort und Stelle stehen lassen. Wenn die Beschattung nicht zu schnell voran schreitet, hat man nach frühestens 3 Jahren die ersten Blüten. Meistens dauert es länger.
Samen habe ich noch nie für die Aussaat im nächsten Jahr aufgehoben. Was ich aber schon gemacht habe ist, die Saat nach der Reife abzunehmen und dann an Stellen auszustreuen, die als potentieller Wachstumsort für Märzenbecher in Frage kommen. Das mache ich aber unmittelbar nach der Reife. Man muss dabei sehr auf der Hut sein, weil der richtige Zeitpunkt nur wenige Tage im Jahr ausmacht. Ein paar Tage zu spät und die Samen sind ausgefallen, ein paar Tage zu früh und die Samen sind nicht keimfähig. In wie weit man den Samen aufheben kann, ist mir nicht bekannt. Da die Saat aber zusätzlich schlecht aufläuft ist die sofortige Aussaat vorzuziehen.
Jetzt bin ich gespannt, ob sich jemand daran macht oder ob es vielleicht schon jemand von den Hobbygärtnern gemacht hat?
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Hallo Unbekannt !
AntwortenLöschenJa ich bin auch ein Freund der Märzenbecher.Leider habe ich immer welche bestellt und es waren wenige welche geblüht haben Zwiebeln weg oder verfault ? Nun habe ich folgende Vorstellung einfach wenn der Samen da ist ein Loch machen und einen kleinen Blumentopf mit Erde daneben stellen und die Samenkapsel darauf legen die Natur weiß dann wenn der Samen auszufallen hat. Könnte das gehen ? Schade das ich hier keinen direkten Ansprechparter habe. Bitte melden über meine angegebene Anschrift. Danke im voraus.
baartz1@web.de
Hallo ebenso unbekannt (baartz1),
AntwortenLöschenMärzenbecker sollten so wenig wie möglich außerhalb der Erde sein. Mit jedem Tag kommen im nächsten Jahr weniger Märzenbecher aus der Erde. Am besten bestellt man sie im Fachhandel, die sich wirklich auskennen und darauf spezialisiert haben.
Man muss auch sehr auf den Standort achten. Unter Laubbäumen, lange genug Licht im Frühjahr, beschattende Stauden nur mit Abstand und natürlich nicht haken. Dort wo Märzenbecker sind und im Umkreis von 30-40 cm niemals haken. Die Samen fallen da einfach heraus und sie keimen - oder auch nicht. Eben nur ab und zu. Außerdem verteilen wohl Ameisen die Samen, habe ich mal gelesen. Ich beobachte das Keimen schon seit vielen Jahren und es ist meistens dieser 30cm Radius. Man kann auch einen Topf daneben stellen. Die Idee finde ich schon gut. Besser ist es aber wohl, wenn man den Topf in der Erde versenkt, denn sonst ist die Erde mit den Samen von den Märzenbechern zu sehr dem Klima ausgesetzt. Alles in Töpfen oder Kübeln hat es sehr schwer.
Und dann hilft nur noch warten und Vorsicht beim jäten, denn die schmalen Halme sehen aus wie Gras.
VG
Wolf
Hallo Wolf !
AntwortenLöschenSicherlich meinte ich es so.Also folgendes
Loch machen einen kleinen Blumentopf reinstellen.
In diesen Blumentopf Erde füllen, jedoch nicht bis oben. Wenn die Samenkapsel da ist warten bis diese prall ist und etwas welk wird. Dann die Samenkapsel in den kleinen Topf legen.Und noch warten bis zu sehen ist das dise bald auf geht dann darüber etwas Erde. Jedoch nicht die Verbindung zur Pflanze zerstören. Denn sollte es zu zeitig gewesen sein wird der Samen nicht ausreifen.Ja das Ameisen den Samen verschleppen habe ich schon gehört. Nur müssen sie diesen erst finden und der Samen muß auf der Erde liegen.Dann meinen die Ameisen wohl es wäre ein Ameisenei. Das ist aber bei meinem Vorschlag ausgeschlossen, sie suchen nicht in der Erde danach. Die kritische Phase ist wenn der Samen keimt und die Nacktschnecken den "Grashalm" wegfressen. Dann ist alles zu spät. Wie geht das denn nun bis zum fertgen Märzenbecher? Der Samen bildet den ersten Trieb aus der wie ein Grashalm ist. Der Grashalm bildet langsam die Zwiebel. Im zweiten Jahr müßten dann wenigstens zwei dieser Grashalme da sein oder mehr.So werden es dann immer mehr von Jahr zu Jahr bis die neue Zwiebel die Kraft hat eine Blüte zu bilden. Stutzig hat mich im Beitrag ganz oben gemacht ,das der Samen erst im Nächsten Jahr keimt.Ich kenne 3 Arten der Keimung. 1. Samen säen Erde drauf (Dunkelkeimer)2. Samen säen und nur andrücken (Lichtkeimer) 3.Samen müssen Frost bekommen um zu keimen (Frostkeimer).Die Märzenbecher gehören wohl zur letzten Art. Wenn man also genau wüßte ob der Samen in den Topf reif ist könnte mann diesen in den Kühlschrank stellen 14 Tage nich ins Gefrierfach das wäre zu kalt. Wenn man diesen dann wieder nach draußen bringt müßte der noch im selben Jahr keimen. Außerdem wäreich fürs düngen.Hier aber keinen Normaldünger verwenden da kann es leicht zu Verbrennungen kommen. Ich hätte hier eher an Urgesteinsmehl gedacht. Den gibt es in jeden Baumarkt.Des ist kein direkter Dünger. Es handelt sich hier mehr um die Spurenelemente wie z.B. Magnesium usw. Ein Verbrennen ist da unmöglich.
Eberhard Baartz
Hallo Wolf und Unbekannt,
AntwortenLöschenmit höchstem Interesse habe ich Eure Beiträge gelesen.
Ich liebe auch Märzenbecher und habe durch eure Beiträge etwas über dei Vermehrung erfahren.
Ich habe "Null-Ahnung", denn ich habe versucht die angeblichen "Grashalme" um die alten Pflanzen auszureissen!!!!
Und das erst vor ein paar Tagen.Hoffentlich habe ich nicht zuviel Schaden angerichtet.
Wolfgang Jahn