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2009/04/22

Kirschlorbeer mit Frostschaden - Was ich so mache

Auf dem Foto sieht man rechts einen Kirschlorbeer mit völlig braunen Blättern und links eine Pflanze mit noch weitestgehend grünen Blättern (ehrlicherweise gesagt, es sind unterschiedliche Arten, die Sorte auf der rechten Seite sieht im ganzen Garten so aus). Ich habe die Pflanzen gesetzt, damit auch im Winter etwas Grünes da ist. Normalerweise funktioniert das auch mit Kirschlorbeer, dieses Jahr sind aber bei allen meinen Pflanzen die Blätter braun geworden: Frostschaden verursacht wohl durch Trockenheit in einigen Pflanzenpartien.


Das ist jetzt nicht so ein schöner Anblick. Das hat mich auch gleich gestört und ich habe mir gesagt, versuche doch mal die Blätter einfach abzupflücken. Wenn man mal Zeit hat, kann man es ja probieren.

Ich war recht überrascht, dass es gar nicht ging bzw. sehr schlecht möglich war. Die Blätter waren an den Stielen noch Anfang April sehr fest mit der Pflanze verbunden.

Nun ja, habe ich mir gesagt, dann eben nicht. Ich warte mal was passiert.

Die ersten Tage im April waren sehr warm, so um die 20 Grad und im Garten gab es sozusagen Explosionen, was das Wachstum anging. Auch der Kirschlorbeer hat sich daran beteiligt. Er hat zwar noch keine neuen Blätter bekommen, sondern er hat sich wohl darauf vorbereitet. Plötzlich lagen überall die braunen Blätter herum. Der Kirschlorbeer hat sich von seine Blättern getrennt. Die restlichen Blätter ließen sich nun zu meinem Erstaunen fast leicht von der Pflanze entfernen. Schütteln hat schon die Hälfte der restlichen Blätter zu Boden befördert.

´ Leider ´ habe ich einen so intensiven Garten, bin ja selbst Schuld, dass ich auch die Blätter aufsammeln muss. Meine Wunsch ist es nämlich, dass unter den Pflanzen Frühjahrsblüher einen Lebensraum finden. Die gehen aber durch so viele Blätter ein, weil sie ja kein Licht bekommen. Ich habe also also aufgesammelt. Wenn ich mich so aus der Ferne betrachte verstehe ich schon, warum Nachbarn mit den Kopf schütteln können. So ist das halt mit Hobbies.

Im übrigen habe ich ein ähnliches Phänomen bei der Hainbuche festgestellt. Die Hainbuche hat den ganzen Winter die trockenen Blätter. Ich vermute mal, sie dienen ein wenig als Schutz für die Pflanze. Anfang April dann innerhalb von nur 3-4 Tagen bleibt auch nicht ein einziges Blatt am Strauch. Die Blätter müssen einfach abgeworfen werden, bevor das neue Blattwerk kommt. es behindert sonst die Pflanze zu sehr. Die Natur hat das schon gut eingerichtet.

Hat das jemand auch bei anderen Bäumen und Sträuchern beobachtet?




Ein Link zu der Seite http://www.garten-anders.de würde sehr helfen, das Tagebuch bekannter zu machen. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, im voraus vielen Dank.

Kommentare:

  1. wie ging es dann weiter, kam die Kirschlorbeer dann wieder?

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  2. Es hat jetzt seit ichd diesen Artikel geschrieben habe 3 weitere harte Winter gegeben, die jedes Mal dem Kirschlorbeer ganz hat zugesetzt haben. Alle grünen Blätter waren im Frühling braun und die Pflanzen waren gehörig zurückgefroren. Einige Pflanzen, ich würde sagen fast die Hälfte sind eingegangen. Alle meine Nachbarn haben die Geduld verloren. Wenn man eine Hecke haben will, ist die Pflanze offensichtlich bei Temperaturen unter - 5 Grad nicht so geeignet. Es wird eben keine Lorbeerhecke, sondern die Pflanze bleibt klein. Dieses Jahr sah es schon fast gut aus, bis wir dann nur 2 Wochen wirklich Winter hatten mit -20 Grad teilweise. Das reicht aus. Die Nachbarn haben jetzt alle andere Hecken gepflanzt und wollen keine Kirschlorbeerhecke mehr. Ich schaue mir weiterhin die Qual des Kirschlorbeer and und denke: ´´Wir haben doch Klimaerwärmung, das war bestimmt der letzte kalte Winter´´.
    VG Wolf

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